Die Partner

Schon als kleiner Junge faszinierte mich neben dem Skateboard fahren die Technik. Nach einer wilden Jugend als Skateboarder empfahl mir meine damalige Klassenlehrerin, die mich nicht aufgeben wollte, das Theodor-Reuter Berufskolleg und ich startete eine schulische Ausbildung als Industriemechaniker. Schon damals guckte ich voller Neugier in die Nachbarklasse: Dort wurden die Mechatroniker ausgebildet, die eine kleine Produktionslinie aufgebaut hatten. Nach Abschluss der Ausbildung und dem Erreichen der Fachhochschulreife entschloss ich mich, ein Mechatronik Studium zu beginnen. Zum Abschluss des Studiums entwickelte ich eine Entlüftungsstation von Fettleitungen für einen großen Automobilzulieferer, die anschließend zum Patent angemeldet wurde.

Durch meine verschiedenen Praktika während meines Studiums war für mich schon längst klar, dass ich Automatisierungstechnik entwickeln möchte. So landete ich bei einem mittelständischen Maschinenbauer im Sauerland. Im fünften Jahr als Konstrukteur wollte ich mehr und ich startete ein zweites nebenberufliches Studium als internationaler Projektingenieur. Für das Studium musste ich ins Ausland.

Zu meinem Glück eröffnete mein damaliger Chef zu diesem Zeitpunkt einen neuen Standort in Malta. Aus geplanten drei Monaten wurden drei Jahre auf der Mittelmeerinsel. Dort sammelte ich auch meine ersten Erfahrungen als Führungskraft und Manager und ich vertrat die Firma bei verschiedenen Events. Unter anderem war ich zu einem Spendenaufruf für den Bau eines neuen Skateparks bei der maltesischen Präsidentin eingeladen. Nachdem ich der Präsidentin erzählt hatte, dass ich schon mehr als zwanzig Jahren Skateboard fahre und als Ingenieur den Skatepark entwickeln könnte, konnte ich meinen Traum erfüllen, einen eigenen Skatepark zu designen.

Nach acht Jahren als Maschinenbauer suchte ich den perspektiven Wechsel vom Auftragnehmer zum Auftraggeber. Ich ging zurück nach Deutschland und wechselte in ein produzierendes Unternehmen. Dort übernahm ich die Führung eines 24-köpfigen Teams. Als Bereichsleiter für Automatisierungs- und Betriebstechnik traf ich dann auch auf Patrick, der einer meiner Mitarbeiter war. Er stand kurz vor dem Ende seines Industriemeisters und auch er suchte neue technische Herausforderungen. Durch die intensivere Zusammenarbeit entwickelte sich eine Freundschaft.

Auch er war schon als Jugendlicher vernarrt in die Technik. Er begann schon mit jungen Jahren zu programmieren. Neben der Programmierung von Websites beschäftigte er sich auch mit Netzwerktechnik. Als er mit 14 Jahren auf die deutsche Schule El Paso ging, entdeckte er eine Sicherheitslücke im IT-System, die er erfolgreich schließen konnte. Zurück in Deutschland startete er nach dem Abschluss an der weiterführenden Schule eine Ausbildung zum Elektroniker. Wie das Leben so spielt, ging sein damaliges Unternehmen insolvent. Zum Glück hatte sich sein Können bereits herumgesprochen und er wurde beim Marktführer für speicherprogrammierbare Steuerungen umworben. Dort konnte er seine Ausbildung beenden und seine Fähigkeiten endlich im Beruf einsetzen. Er bestritt in der neuen Firma zahlreiche Projekte als SPS-Programmierer. Auch er strebte nach Höherem und nach dem Abschluss als Industriemeister startete er ein Studium, das auf die Digitalisierung spezialisiert war. Für die Finanzierung des Studiums bewarb er sich bei der Stiftung Begabtenförderung beruflicher Bildung (SBB) für ein Stipendium. Die SBB erkannte sein Potential und nach der persönlichen Vorstellung erhielt er die Förderung.

Nach vielen erfolgreichen Projekten zur Verbesserung der Produktion und der Entwicklung von kleineren Betriebsmitteln, die wir gemeinsam mit dem Team umgesetzt hatten, erzählte ich ihm von meiner Idee, mich selbstständig zu machen. Ich hatte den Wunsch, meine Energie und mein Wissen in mein eigenes Unternehmen zu investieren. Ich möchte unsere erfolgreiche Zusammenarbeit auch anderen mittelständischen Unternehmen zur Verfügung stellen, um sie bei der Abwicklung mit Maschinenbauunternehmen oder bei der Automatisierung und Digitalisierung in der Produktion zu unterstützen. Patrick gefiel der Gedanke und wir starteten die Gründung unserer gemeinsamen Firma.

Das war die Geburtsstunde des Ingenieurbüro Wolfert & Busch.



Comments are closed.